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22. Dezember 2013

Tillis Türchen Teil 4

Am nächsten Morgen, in aller Frühe schlich sich Tilli ganz allein zu ihrem Türchen. Alles war immer noch still. Ihr Weidenkörbchen stand unberührt in einer Ecke, oder? 
Tilli beugte sich darüber und erblickte ein kleines, graues Feldmäuschen, das gemütlich eingekuschelt, tief und fest in ihrem Korb schlief. "Nanu! " rief Tilli ziemlich laut.


Natürlich wurde die Maus davon wach. Sie lief aber überhaupt nicht weg. Seltsamerweise blickte sie Tilli neugierig mit ihren Knopfaugen an. "Du musst Tilli sein!" piepste sie. " Ich bin Alexander, der karierte Feldmäuserich und ich wohne in der Wand hinter dem Türchen." "Woher kennst du mich denn?" fragte Tilli sehr überrascht. " Gestern Abend fand ich vor meiner Tür diesen leckeren Christstollen, und mein Eingang war auch so toll verziert. Da wollte ich unbedingt wissen, wer das gemacht hat. Ich fragte den Nussknacker und den netten roten Hund. Beide meinten: Das kann doch nur Tilli gewesen sein! Da habe ich mich in den Korb gelegt und wollte warten bis du kommst. Ich bin wohl eingeschlummert."


So haben sich die Beiden endlich kennengelernt. Und wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, sind sie die besten Freunde geworden. Alexander hüpfte auf Tillis Schoß und Beide gingen gemeinsam in Tillis Zimmer zurück.


Und natürlich haben sie auch gemeinsam Weihnachten gefeiert.




Mit dieser kleinen Weihnachtsgeschichte möchte ich mich erst einmal verabschieden. Zwischen den Jahren melde ich mich noch einmal mit meinem persönlichen Jahresrückblick zurück. Im neuen Jahr werde ich einen Ausblick auf 2014 wagen. 

Ich wünsche euch allen fröhliche, besinnliche, gemütliche und friedliche Weihnachten 

eure Sandra

13. Dezember 2013

Tillis Türchen Teil 1

Eine kleine Weihnachtsgeschichte


"Du musst ganz schnell kommen! Hier ist etwas!"rief Tilli. "Was kann das schon sein", dachte ich. Vielleicht ein Marienkäfer, der sich vor der Kälte in unser Haus gerettet hat, oder ein alter Schuh, der wie ein Zwerg aussieht….man weiß bei Puppenkindern nie, die haben ja sooo viel Phantasie.


"Tilli, Donnerwetter! Was hast du denn da gefunden. Die kleine Tür war gestern wirklich noch nicht da!"
"Die ist aber klein", stellte sie verdutzt fest. "Ob da wohl jemand wohnt? Der muss dann aber wirklich klitzeklein sein, wenn er durch diese Tür passt." " Horch doch mal, ob sich da drinnen etwas bewegt", schlage ich ihr vor.



Hinter der klitzekleinen Tür war alles mucksmäuschen still. Sonderbar!

Die klitzekleine Tür gibt es hier *klick*

3. November 2013

Kennt ihr schon Polly?




Polly ist mit neulich beim Bummeln im Buchladen begegnet. Sie ist die Hauptdarstellerin einer kleinen Geschichte von Astrid Lindgren: Polly hilft der Großmutter. Ich habe mich sofort in sie verliebt und in die wundervollen Illustrationen von Katrin Engelking. Am Schönsten fand ich ihre bunte Kleidung und ihre Gummistiefel. Wer meine Puppen kennt, weiß, dass sie eigentlich immer bunt sind. Ich kann nur BUNT ! 
Jedenfalls war das mit Polly und mir Liebe auf den ersten Blick.





Am Ende des Büchleins bekommt Polly von Ihrer Oma zu Weihnachten eine wunderschöne Puppe geschenkt. Eine schöne Geschichte über Hilfsbereitschaft und Liebe, die mich zu meiner Polly inspiriert hat.


Polly trägt eine geringelte Norwegermütze und eine blauen Wollljacke mit Kapuze.


Sie liebt ihre gelben, gehäkelten Gummistiefel. (Und ich erst recht!!)


So mollig und warm verpackt macht ihr das Herbstwetter gar nichts aus.


Und selbst im größtem Matsch bleiben ihre Füße trocken und sauber ;)


 Darunter trägt  sie eine grüne Leggings und ein Pünktchenhemd mit Herz <3


Polly hat Ohren und dunkelbraune Zöpfe. Sie ist ein 41 cm großes Sonntagskind.



6. September 2013

Ein Abend mit Trine

Wer hat die schönsten Schäfchen?
Die hat der gold'ne Mond,
der hinter unser'n Bäumen
am Himmel droben wohnt.

Er kommt am späten Abend,
wenn alles schlafen will,
hervor aus seinem Hause
zum Himmel leis' und still.

Dann weidet er die Schäfchen
auf seiner blauen Flur,
denn all die weißen Sterne
sind seine Schäfchen nur.

(Auszug aus einem Schlaflied von
Hoffmann von Fallersleben)


Trine wollte heute gar nicht schlafen gehen. "Es ist so schön heut´Abend, lass uns auf die Sterne warten und sie zählen." 


"Wann wird es denn endlich dunkel und der Mond kommt aus seinem Häuschen?"


"Ach, wäre es doch immer Sommer, dann könnten wir immer draußen sein."


" Trinchen, wie viele Schäfchen  hast du schon gezählt?"

Sandra

20. Mai 2013

Die drei Räuber / Gutenachtgeschichte


"Hey, was ist denn hier los, du sollst doch schlafen!" rief ich eines abends. "Ich kann aber noch nicht schlafen, es ist doch noch so hell! Siehst du nicht, wie die Sonne in mein Zimmer scheint. Da kann ich unmöglich schlafen."  


" Kannst Du mir noch eine Geschichte vorlesen, ein ganz spannende mit Räubern und Rittern und einer  wunderhübschen Prinzessin?" bat mich Sandy und wer kann bei diesem Blick schon widerstehen.




"Ok, aber erstmal ab ins Bett, ordentlich hinsetzten, zudecken und  trink noch einen Schluck Wasser, dann kann es losgehen."




Die drei Räuber von Tomi Ungerer:





Es waren einmal drei grimmige Räuber mit weiten schwarzen Mänteln und hohen schwarzen Hüten. Der Erste hatte eine Donnerbüchse. Der Zweite hatte einen Blasebalg mit Pfeffer. Der Dritte hatte ein riesiges rotes Beil. In der Nacht, wenn es dunkel war, lagen sie am Wegrand auf der Lauer. Es waren schreckliche Kerle.....


 "Hast du Angst?" " Nein, nein es ist nur so wunderbar spannend!"

...Wenn Kutschen vorbeikamen, bliesen sie den Pferden Pfeffer in die Nüstern. Da mussten die Kutschen anhalten. Dann zertrümmerten sie die Wagenräder und raubten die Reisenden aus. Ihre Beute schleppten sie in ihr Versteck in den Bergen...


...Da geschah es einmal, dass sie in einer tiefschwarzen Nacht eine Kutsche überfielen in der nur ein einziger Reisender saß. Und das war ein trauriges kleines Mädchen, das Tiffany hieß. Sie war ein Waisenkind und war auf dem Weg zu einer Tante, bei der sie leben sollte. Das gefiel Tiffany gar nicht. Und deshalb freute sie sich, als plötzlich die Drei vor ihr standen. Weil die Räuber außer Tiffany nichts fanden nahmen sie es mit in ihre Räuberhöhle und machten ihr ein weiches Bett...


...Als Tiffany am nächsten Morgen erwachte, sah sie die Kisten und Truhen, die mit Schätzen gefüllt waren. "Was macht ihr denn damit?", fragte sie die Räuber. Die Räuber schauten einander verblüfft an. Sie hatten sich nie überlegt, was sie mit all dem Reichtum anfangen könnten.......


"Schläfst du schon?" flüsterte ich ganz leise. Es war nichts mehr zu hören, sie war tatsächlich eingeschlafen. Und das bei einer so spannenden Geschichte...

Die drei Räuber ist eines der allerliebsten Bücher meiner Kinder. Der Herr JuniKate und ich haben es so oft vorgelesen, dass die Kinder es auswendig mitsprechen konnten. Manchmal haben wir beim Vorlesen etwas im Text verändert... da war das Geschrei riesig. (" Nein Mama, der zweite Räuber hatte doch keinen Salzstreuer.....und der Dritte bestimmt keine Zahnbürste!")

Sandra